Es macht mich traurig...

Wenn ich mich mit anderen Menschen über unsere Meerschweinchen unterhalte, sei es, dass wir zum Tierarzt müssen, eine OP ansteht oder eines unserer geliebten Tiere seine Köfferchen gepackt hat und über die Regenbogenbrücke gegangen ist, kommen mir ganz oft Sätze entgegen wie "Ach, Kopf hoch, es ist doch nur ein Tier...", "Dann holste dir halt ein Neues..." oder als ich aufgrund des Verlustes von unserem Merlin in tiefer Trauer war, kam ein "Wir hatten auch mal welche im Garten. Eins hat sich an einem abstehenden Draht selbst aufgehangen."

Aber auch Sätze wie "Was macht man denn mit Meerschweinchen??", "Als Kind hatte ich auch eins." oder "Bist du nicht zu alt für Meerschweinchen?" höre ich ganz oft.

 

Diese machen mich einfach traurig. Manchmal habe ich das Gefühl, es bricht mir das Herz.

 

Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, dass Kleintiere wie Meerschweinchen in Augen Anderer so wenig Wert sind und immer noch als Gegenstand, ja, sogar zum Teil als "nicht liebenswertes Wesen" angesehen werden.

Meerschweinchen sind so tolle, soziale Tiere und jedes hat seinen eigenen Charakter, den sie bei artgerechter Haltung auch so richtig schön ausleben können.

 

Ich bin mir sicher, wenn ich sagen würde, "Unserem Hund geht es schlecht" oder "Unser Pferd muss eingeschläfert werden" würden mir mehr Trost und aufbauende Worte entgegengebracht werden als bei unseren Meerschweinchen.

 

Warum?

 

Ich frage mich dann immer, ab welcher Größe ein Tier für Manche liebenswert wäre.

Ist ein Chihuahua zum Beispiel auch weniger (liebens-)wert als ein Schäferhund? Eine Bartagame weniger als ein stattlicher Leguan? Wovon machen Menschen Liebe abhängig?

 

Ein Meerschweinchen hat genauso ein Herz, eine Lunge, Hunger und ein Recht auf ein artgerechtes Leben und Liebe wie ein Pferd oder eine Katze.

 

Unsere Meerschweinchen leben das ganze Jahr bei uns im Wohnzimmer. Dort sehen wir sie, wenn wir auf der Couch sitzen, wenn wir ins Wohnzimmer gehen, wir hören sie, wenn wir in der Küche stehen und mit einer Tüte rascheln...aber auch manchmal schon, wenn wir den Wohnungsschlüssel im Schloss herumdrehen.

Wenn wir nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause kommen, reicht es aus, dass wir uns nur ein paar Minuten vor das Gehege setzen und unsere geliebten Meerschweinchen mit ihren süßen Knopfaugen beobachten. Schnell sind wir dann "unten angekommen" und im Feierabend-Modus. So geht es uns übrigens auch, wenn wir das Gehege misten oder im Sommer Grünzeug auf der Wiese sammeln.

So, wie Andere Zeit mit ihrem Pferd, ihrem Hund oder einem anderen Hobby verbringen, verbringen wir Zeit mit unseren Meerschweinchen oder für sie.

Wenn ich so nachdenke, verbringen wir sogar auf die Woche gerechnet mehr Zeit mit unseren kleinen Fellnasen als manch Einer mit seinem Pferd, das auf der Weide steht und nur mit dem Auto zu erreichen ist.

 

Ich wünsche mir einfach ein bisschen mehr Respekt.

 

Melanie Trodler 


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